Caritasverband für den Neckar-Odenwald-Kreis e.V.

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Möbel & Mehr... für Menschen in Not

Dem Idealbild einen sozialen Stadt näher kommen. Caritas eröffnete Sozialkaufhaus "Möbel & Mehr..." in Mosbach. In der Hauptstraße 2 (ehemals Textil Müller) eröffnete der Caritasverband für den Neckar-Odenwald-Kreis e.V. das Sozialkaufhaus "Möbel & Mehr...".

Damit bekunde die Caritas, so Geschftsführer Meinrad Edinger in seiner Ansprache, erneut ihr Engagement für Bedürftige, und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Einerseits möchte man ein Zeichen setzen für Notleidende, andererseits sei man das Barometer für die Kluft zwischen Arm und Reich in unserem Land. Einerseits gebe es Langzeitarbeitslosigkeit und Ausgrenzung vom ersten Arbeitsmarkt und andererseits Materielles der Konsumgesellschaft, ein Überschuss, der anderen helfen könne. Dies wolle man im Sozialkaufhaus, das durch den Europäischen Sozialfonds gefördert wird, zusammenbringen: "Was die einen nicht mehr brauchen, hilft anderen".

Mit der Übungsfirma Sozialkaufhaus, in der bereits zwei sozialversicherungspflichtige Angestellte sowie inzwischen acht weitere Personen mit dem Hintergrund der Langzeitarbeitslosigkeit beschäftigt sind, möchte die Caritas Langzeitarbeitslosen und gesundheitlich eingeschränkten Personen wieder eine Perspektive geben. Durch das Handling von Öffnungszeiten, Kassenablauf, Terminierung und Organisation der Abholung und Zufahrt von Haushaltsgegenständen sei es das Ziel, dass die Mitarbeiter Selbstwert und Selbstbewusstsein wiedererlangen.

Dann könnten sie im nächsten Vorstellungsgespr ch vielleicht die Zusage erhalten. Durch die Selbstbet ätigung, Qualifizierung und einem anschließend aktuellen Zeugnis einer Leistungsfähigkeit  steige die Vermittlungschance auf dem Arbeitsmarkt.

Auf nahezu 1000 qm Fläche werden Haushaltsgegenstände, Kleinmöbel, Textilien, Spielwaren und vieles mehr für Menschen in Not zu Unkostenbeiträgen weitergegeben. Mit seinem Sozialkaufhaus möchte der Caritasverband NOK auch den Fokus der Bedürftigkeit weiten. Nicht nur nach Einkommensverhältnissen, sondern beispielsweise auch durch Überschuldung könne soziale Not entstehen. Dann werde das Gebrauchte zur Nothilfe. Nöte entstünden vielfältig, und nicht immer sei die Kenntlichmachung der beste Weg. So sei der Zugang zum Sozialkaufhaus ohne Bedürftigkeitsprüfung möglich. Meinrad Edinger rief die Bevölkerung dazu auf, weitergabefähige Haushaltgegenstände, Kleinmöbel und Ähnliches nicht wegzuwerfen, sondern es der Caritas für das Sozialkaufhaus anzubieten.

Edinger bedankte sich bei verschiedenen sozialen Institutionen, beim Vermieter, der Familie Müller, und bei der Stadt Mosbach für die Unterstützung bei der Realisierung des sozialen Projekts.

Grußworte sprachen Bürgermeister Michael Keilbach, AWO-Geschäftsführer, Peter Maurus als Vertreter der Liga der Freien Wohlfahrtspflege und Martin Wuttke, 1. Landesbeamter des Neckar-Odenwald-Kreises. Keilbach überbrachte die Grüße der Großen Kreisstadt. Mit dem Sozialkaufhaus käme man dem Idealbild einer sozialen Stadt Mosbach einen Schritt näher. Wuttke führte an, dass die Sozialausgaben einen überragenden Teil des Kreishaushaltes ausmachten. Das Projekt "Möbel & Mehr" sei eine wichtige Ergänzung zur staatlichen Elementarversorgung. Maurus gratulierte dem Caritasverband zu seinem Sozialkaufhaus, das ein Beweis für Subsidarität sei, was heiße, der Staat hält sich zurück, wenn es Initiativen der Freien Wohlfahrtspflege gibt. Natürlich gehe es nicht ohne öffentliche Förderung.

Monsignore Klaus Bader nahm die Segnung der Räumlichkeiten des Sozialkaufhauses vor.

Info: Wer entbehrliche Möbel und mehr abgeben möchte, kann sich an die Caritas, Tel. 06261-92010, oder an das Sozialkaufhaus, Tel. 06261-6744446, wenden. Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch und Samstag von 9.30 Uhr bis 13.30 Uhr. Donnerstag und Freitag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Text: Claus Kaiser